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Bleiben Sie stehen, meiner hört nicht

Hallo ihr Lieben,

liebt euer Vierbeiner auch so den Schnee? Mein Hundi ist für die Berge geboren 🙂  Er liebt den Schnee. Vor ein paar Tagen fuhr ich in meiner Mittagspause mit ihm zu einem Feldstück. Dort stapfte ich durch den Schnee und er rannte vergnügt durch das tiefe weiß. Ein Spaß für alle.

Plötzlich tönte es von hinten „Otto, Otto“…und ehe ich mich umdrehen konnte…machte es „ratta da zong“ und ich verspürte einen dumpfen Schmerz in meiner linken Kniekehle. Nach drei Sekunden war klar: Otto ist ein Labrador, schätzungsweise 12 Monate alt, gute 35 Kilo schwer und mir soeben ungebremst ins Bein gelaufen. Frau „Otto“ war gute 100 Meter von mir entfernt und setzte unbeirrt ihren Spaziergang fort. Ich setzte meinen Spaziergang nicht ganz so unbeirrt dafür aber mit schmerz verzehrtem Gesicht fort. Nach ein paar Minuten  kam wieder die Stimme aus dem off: „Otto, Otto , hieeeeeeeeeeeer“. Aber Otto dachte gar nicht daran, zu seinem Frauli zu kommen. Er sprang mir drei mal in die Rippen und vier mal in den Rücken. Wie ein außer Kontrolle geratener Flummi tanzte er um mich herum. Mittlerweile hatte es stark angefangen zu schneien, die Sicht war schlecht. Ich sah circa zehn Meter vor mir ein Waldstück. Das war mein Ziel dachte ich. Auf einmal schrie die mir inzwischen bekannte Stimme „Bleiben Sie endlich stehen, mein Hund hört nicht“. Ich setzte meinen Spaziergang bis zum nahen Wald fort, durch den Schutz der Bäume erhoffte ich mir trotz des starken Schneefalles wieder genug Sicht. Frau „Otto“ stapfte mit hochrotem Kopf auf mich zu leinte ihren Otto an und brummte: „tut mir leid“. Ich sagte: „Ja“. Und dann fauchte sie mir etwas entgegen. Ich habe es akustisch nicht verstehen können. Ich sagte: „Bitte?“ Und sie raunte mir zu “ Ach vergessen Sie es, und winkte ab“ und stapfte erneut mit ihrem inzwischen eher ins dunkelrot gefärbte Gesicht von mir weg.

Solche Szenen sind doch wie für die Bühne geschrieben, oder wirken wie für eine Kolumne ausgedacht. Aber genau solche absurden Szenen erleben Hundehalter doch wirklich täglich. Früher beschimpften sich Nicht-Hunde-Halter und Hundehalter…mittlerweile beschimpfen sich eher Hundehalter und Hundehalter. Niemand möchte Rücksicht nehmen, der eigene Hund hat stets Vorfahrt zu haben.

Liebe Leute, besinnt euch doch darauf was ihr gemeinsam  habt: die Freude mit dem Vierbeiner. Nehmt Rücksicht. Zurück zum Beispiel Otto: liebe Frau „Otto“ niemand macht Ihnen einen Vorwurf das ihr Hund nicht abrufbar ist. Dafür gibt es zwei ganz einfache Dinge: erstens nicht Ableinen und zweitens ein gutes Rückruftraining.

In diesem Sinne:

ein kuscheliges Wochenende für alle

Jana

 

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